Büros mit Klimaanlage, Hotellobbyies mit indirekter Beleuchtung, Konferenzräume ohne Tageslicht: Jede dieser Umgebungen stellt andere Anforderungen an Schnittblumen. Trotzdem wählen viele Betriebe Blumen ausschließlich nach Optik aus, ohne den konkreten Standort zu berücksichtigen.
Was Klimaanlagen mit Blumen machen
Mirjam Sandkötter, Floristin und Beraterin für Raumgestaltung in Frankfurt, hat in Büroprojekten beobachtet, dass Arrangements unter Klimaanlagen deutlich schneller austrocknen. Chrysanthemen und Sonnenblumen halten dort länger als empfindliche Sorten wie Freesien oder Anemonen, die ständige Feuchtigkeit benötigen.
Der Beratungsprozess beginnt mit einer Standortanalyse
Bei neuen Gewerbekunden geht Sandkötter zunächst durch die Räume, bevor sie eine Sortimentsliste erstellt. Sie prüft Lichtintensität, Raumtemperatur und Luftzirkulation. Erst danach empfiehlt sie konkrete Sorten. Dieser Schritt dauert selten länger als 30 Minuten, verhindert aber regelmäßig teure Fehlkäufe.
Was sich für die Kunden verändert
Ein Pharmaunternehmen mit mehreren Empfangsbereichen unterschiedlicher Größe hatte zuvor einheitliche Arrangements bestellt, die in manchen Räumen nach vier Tagen verwelkten. Nach der Standortanalyse erhält jeder Bereich ein angepasstes Sortiment. Die Haltbarkeit stieg auf durchschnittlich acht bis neun Tage. Das entspricht weniger Nachbestellungen und weniger Entsorgungsaufwand.