Viele Einkäufer in Unternehmen wählen Blumen nach Optik aus, nicht nach Haltbarkeit. Das klingt nachvollziehbar, führt aber regelmäßig zu Problemen: Arrangements, die nach drei Tagen welken, verärgern Kunden und erzeugen unnötige Nachbestellungskosten.

Das eigentliche Problem liegt im Einkaufsprozess

Katrin Oehlert, Floristin mit 14 Jahren Erfahrung im B2B-Bereich, erklärt es so: Betriebe bestellen oft saisonal unpassende Sorten, weil sie Katalogbilder sehen und nicht die tatsächliche Verfügbarkeit prüfen. Eine Rose im Januar aus niederländischem Anbau verhält sich anders als dieselbe Sorte im Juni.

Welche Faktoren beim Einkauf tatsächlich zählen

Oehlert empfiehlt, bei jedem Arrangement drei Kriterien gleichzeitig zu prüfen: Transportempfindlichkeit, Wasserverbrauch unter Raumtemperatur und die Verträglichkeit verschiedener Sorten in einem Behälter. Nelken neben Narzissen zum Beispiel verkürzen die Haltbarkeit beider Sorten messbar.

Was sich nach der Umstellung verändert hat

Ein Hotelkunde von Oehlert reduzierte nach der Beratung seine wöchentliche Nachbestellquote deutlich. Der Wechsel zu Lisianthus, Wachsblume und saisonalen Grünpflanzen anstelle von empfindlichen Pfingstrosen im Sommer war der entscheidende Schritt. Die Optik blieb hochwertig, die Kosten sanken spürbar.